Medikamentöse antihyperglykämische Therapie des Diabetes mellitus Typ 2
Der Diabetes mellitus Typ 2 ist eine chronisch progrediente Erkrankung, die durch vererbte und erworbene Insulinresistenz und Insulinsekretionsstörung charakterisiert ist. Um die bei Typ-2-Diabetikern deutlich erhöhte Morbidität und Mortalität an makro- und mikroangiopathischen Folgeerkrankungen zu senken, ist, neben der hier behandelten antihyperglykämischen Therapie, auch die optimale Therapie der mit dem Typ-2-Diabetes häufig assoziierten arteriellen Hypertonie (s. a. DDG-Leitlinie „Management der Hypertonie beim Patienten mit Diabetes mellitus“), diabetischen Dyslipidämie (s. a. DDG-Leitlinie zu „Fettstoffwechselstörungen“, in Vorbereitung) sowie der Hyperkoagulopathie essenziell. Die Effektivität einer multifaktoriellen Intervention zur Reduktion makro- und mikrovaskulärer Komplikationen [82] sowie der Mortalität (Senkung des absoluten Risikos über 13,3 Jahre um 20 %) [83], konnte durch die Ergebnisse der Steno-2-Studie eindrucksvoll belegt werden. Der günstige Effekt einer optimierten antihyperglykämischen Therapie auf die Reduktion mikrovaskulärer Komplikationen konnte u. a. in der UKPDS (relative Risikoreduktion ~ 40 %) [267] sowie der ADVANCE-Studie [263] überzeugend gezeigt werden. ...mehr



