Gesundheitspolitik
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diabetesDE hat schon im ersten Jahr nach Gründung Gehör bei der Politik gefunden. Unser Vorstand präsentierte auf parlamentarischen Frühstücken die Lage der Diabetologie in Deutschland und im internationalen Vergleich. Dem nach der Bundestagswahl neu gegründeten Gesundheitsausschuss wurde umgehend der von diabetesDE herausgebrachte „Deutsche Gesundheitsbericht Diabetes 2010“ zugestellt mit erschreckenden Fakten und Daten: Deutschland liegt mit einer Diabetes-Prävalenz von 12 % bei den 20 – 79-Jährigen (IDF-Zahlen 2009) an der Spitze Europas. Die Behandlung der chronisch Erkrankten wird jährlich mit 30 Milliarden Euro beziffert. Daraus leiten sich klare Aufgaben für die Politik ab: Nur wenn es gelingt, in der Primärprävention erfolgreich zu sein und die Zahl der Erkrankungen langfristig zu reduzieren, werden wir die Kosten für eine bestmögliche Versorgung der Erkrankten auf die Dauer aufbringen können.
diabetesDE hat enge Kontakte zum Gesundheitsministerium und zum Verbraucherministerium aufbauen können. Bei letzterem wurde die „Abschaffung der Diabetiker-Lebensmittel“ für 2010 durchgesetzt. Das Bundesgesundheitsministerium konnte als Schirmherr und Förderer für den Weltdiabetestag 2009 gewonnen werden. Ein persönliches Kommen für 2010 wurde vom Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler bereits zugesagt.
Auch international ist diabetesDE inzwischen eine anerkannte Größe: Seit Oktober 2009 ist die Organisation Vollmitglied der Internationale Diabetes Föderation (IDF), im November nahm diabetesDE an der Sitzung des EU-Parlaments in Brüssel teil. Als IDF-Mitglied wird diabetesDE die Besonderheiten der deutschen Situation und die Bedürfnisse der Betroffenen auch international vertreten. Zusammen mit dem Bundesverband der Verbraucherzentrale forderte diabetesDE zusammen mit weiteren Organisationen in einem sogenannten „Ampelbündnis“ mit einem offiziellen Schreiben an das EU-Parlament eine klare Lebensmittelkennzeichnung.

